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Ideen für eine humanere und kontrollierte Asylpolitik


Migrationsexperten Gerald Knaus hat meiner Meinung nach interessante Ideen für eine menschlichere Asylpolitik, die erst noch eine bessere Kontrolle ermöglicht. Er findet, wir müssen verhindern, dass die Flüchtlinge überhaupt in Boote steigen, aber trotzdem ein faires Asylverfahren anbieten.


Ausgangslage

Aktuell ist es so, dass die meisten Menschen legal (aus der EU) bei uns einwandern. Viele von ihnen sind in der Wirtschaft wegen dem Fachkräftemangel sehr willkommen, Sie machen denn auch den grössten Teil der ausländischen Wohnbevölkerung aus.

Als problematisch werden vor allem die illegal Einteisenden wahrgenommen - und auch die damit verbundene Politik, die zu tausenden Toten im Mittelmeer und zu brutalen Pusbacks (mit ebenfalls vielen Toten und Verletzten) an der Ostgrenze der Eu führt.

Die aktuelle Politik nütze aber sehr wenig. Die Flüchtlinge kommen trotz Abschreckung und Gefahr. Und ohne seriöse Prüfung ihrer Situation können wir sie nicht zurückschaffen.

Der Vorschlag

Herr Knaus schlägt deshalb vor, in sicheren Drittstaaten ausserhalb Europas Asylverfahren durchzuführen. Dies könnte z.B. das UNHCR. Dies würde faire Verfahren garantieren.

Flüchtlinge, die illegal in die EU einreisen, würden in ein solches Land gebracht, das heisst, es würde sinnlos, die gefährliche Reise auf such zu nehmen, wenn man den Asylantrag auf dem eigenen Kontinent stellen kann.

Die Unterscheidung zwischen an Leib und Leben bedrohten Menschen und "Wirtschaftsflüchtlingen würde Herr Krause aufrecht erhalten.

Sichere Drittstaaten?

Es gibt genügend Staaten, die Flüchtlinge aufnehmen würden und für die Sicherheit der Flüchtlinge sorgen könnten. Man müsste ihnen allerdings etwas bieten. Die könnte z.B. visafreies Reisen sein, Stipendien, Kooperation bei Studien und Forschung, eine legale Möglichkeit für die Migration der eigenen Wohnbevölkerung etc.

Der Autor

Gerald Knaus ist Gründungsdirektor der Denkfabrik European Stability Initiative (ESI). Er ist ein international bekannter Experte und berät Regierungen und Institutionen in Europa bei den Themen Flucht, Migration und Menschenrechte. Er studierte Philosophie, Politik und Internationale Beziehungen in Oxford, Brüssel und Bologna, ist Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations und war für fünf Jahre Associate Fellow am Carr Center for Human Rights Policy der Harvard Kennedy School – John F. Kennedy School of Governance in den USA. Gerald Knaus lebt in Berlin. (Autorenbeschreibung auf Orell Füessli)



Weiterführende Links


Sternstunde Philosophie mit dem Migrationsexperten Gerald Kraus


Flüchtlingskonvention und Menschenrechte erklärt


Bücher von Gerald Knaus:





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