Korridore für Tiere
- Christine Güttinger

- 9. Dez. 2023
- 2 Min. Lesezeit

Haben Sie gewusst, dass die Schweiz in den letzten Jahren 18 Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung wieder hergestellt hat? Dazu wurden Brücken und Unterführungen gebaut und Zäune und Warnanlagen aufgestellt um die Tiere zu lenken.
Auch in andern Ländern geschieht dies zurzeit und das ist eine sehr gute Nachricht! Nicht nur können sich so verschiedene Tiergruppen wieder mischen (und die Gefahr von Inzucht verringert sich), es können sich auch Tiere wieder neu ansiedeln, es gibt weniger Unfälle mit Wildtieren, und überall profitieren natürlich auch andere Arten wie Pflanzen, Insekten, Kleintiere.
Also, hier ein paar Beispiele, was in der Welt in diesem Punkt so geschieht:

In den USA gibt es unter vielem anderen ein grosses Projekt um den Yellowstonepark mit dem Yukon zu verbinden, Mehr als 117 Wildtierüberführungen wurden dafür schon gebaut, 2000 km2 Privatland wurde dafür gewonnen und sogar ganze Strassenabschnitte wurden deswegen aufgegeben. (y2y)
In Österreich wurden im ganzen Land Verbindungen für Wildtiere geschaffen mit über 600 Korridoren (darunter eine 800 Meter lange Grünbrücke, die Natuurbrug Zanderij Crailoo)
In den Niederlanden sind bereits mehr als 600 Übergänge geschaffen worden.
Kanada hat vor kurzem ein Abkommen mit dem Staat British Columbia und den da wohnenden Idigenen Gemeinschaften geschlossen, durch das sich das Land verpflichtet die Biodiversität zu schützen, Biodiversitätsprojekte in Zusammenarbeit mit den Indigenen zu planen und sie dann zu finanzieren.
In Deutschland gibt es eine Nationalen Wildwegplan für den bisher 107 Grünbrücken gebaut wurden.
In Kenia gibt es seit 2011 einen neuen Korridor durch den Ngare-Ndare-Wald, der Kenias zweitgrößte Elefantenpopulation im Lewa-Wildschutzgebiet mit ihren Artgenossen rund um den Mount Kenia verbindet. Dazu gehört auch Afrikas erste spezielle Elefantenunterführung unter dem Nanyuki-Meru Highway.
Zwischen China und Russland schafft das Sredneussuriisky-Wildreservat einen Korridor zwischen den beiden wichtigsten Gebieten, wo Armourtiger noch vorkommen.
Längs durch Europa - entlang des ehemaligen eisernen Vorhangs zieht sich eine grüne Naturschutzzone, geschaffen als Korridor für die Natur.




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