Das Leben von der Zukunft her denken
- Christine Güttinger

- 12. März
- 2 Min. Lesezeit
Otto Scharmer
Gerade habe ich (im Summit 26 von Pioneers of Change) ein Interview mit Otto Scharmer gehört, das mich sehr ermutigt hat. Herr Scharmer denkt, dass wir jetzt, wo das System so stark am wanken ist, wo es so viel Chaos auf der Welt gibt und vielleicht alles zusammenbricht, dass jetzt auch die Chance wächst, etwas Neues zu schaffen. Weil alles so unsicher ist, werden auch kleine Grüppchen (mit einer positiven Ausstrahlung) viel Einfluss haben. Also ist es jetzt an der Zeit, in dir zu spüren, was dir wichtig ist, und das zu leben, möglichst mit Gleichgesinnten zusammen.
Herr Scharmer sieht dazu auch bereits auf der ganzen Welt Ansätze. Viele Menschen merken, dass unser System gegen die Wand fährt, dass es etwas Neues braucht. Und viele kommen zu ähnlichen Lösungsansätzen: Mehr Selbstbestimmung bei gleichzeitiger Vernetzung, mehr gemeinsam statt gegeneinander, mehr lebensfördernd statt kontrollierend und zerstörerisch.
Für den Umgang mit all den Krisen, die wir gerade erleben, empfiehlt Herr Scharmer: Informiere dich, aber schaue dabei vor allem auf das, was Positives entsteht. Bleib nicht in der Schockstarre stecken, fliehe aber auch nicht. Überlege und spüre, welche Zukunft du möchtest, und setze dich im Kleinen, in deinem Umfeld dafür ein. Wer pflügen will, muss nach vorne schauen! Herr Scharmer hat dafür ein Tool entwickelt, die Theorie U. Ich habe darüber bereits einen Beitrag geschrieben. Probleme werden dabei nicht nur analysiert und dann Lösungen gefunden, er schlägt vor der Lösungsfindung noch Zwichenschritte vor, bei denen man sich mehr auf das Ideal konzentriert, das man für seine Gruppe/ Firma/ Projekt hat. So entstehen ganz andere Ideen, weil das Denken auf die positive Zukunft ausgerichtet ist, statt das alte zu reparieren. Wenn dich das interessiert, auf seiner Webseite findest du ein Einführungs-Video. https://www.presencing.org/theoryu




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